Izifu und der Marienkäfer

 

Es ist ein richtig schöner Tag in dem Wald in dem Izifu mit seinen Eltern lebt. Die Sonne scheint dem kleinen Izifu auf den Bauch, während er auf einer Lichtung zu einem Schläfchen ansetzt. Izifu ist richtig schön warm und es gibt für ihn jetzt nichts schöneres als die Augen zu schließen und in sein Traumland zu gelangen. Um Izifu herum ist es ruhig, nur ein paar Blätter rascheln im leichten Sommerwind. Izifu schließt seine Augen und ist gerade dabei ein zu schlafen, als sich ein kleines Tierchen auf seine Nase setzt. Es kitzelt und so versucht Izifu das aufdringliche kleine Tier zu verscheuchen.

Geh weg, ich will schlafen!“

Mit seiner Tatze versucht Izifu das Tier zu vertreiben. Sein einziger Erfolg ist eine Schramme, die er sich selbst zufügt, als er sich auf die Nase haut.

Auaaaaaa!“

Der ungeschickte Izifu springt auf und läuft von der Lichtung. In der Familienhöhle ist Pimp, Izifus Mutter, gerade dabei Izifus Unordnung zu beseitigen.

Mamaaaaaaa! Ich hab mir weh getan.“

Pimp schaut ihren Sohn an, dreht sich dann aber genervt wieder weg und räumt weiter auf.

Mamaaaaa!“

Izifu zeigt auf seine Nase.

Ja mein lieber Izifu, vielleicht ist das ja die gerechte Strafe dafür, dass du deine Unordnung nicht selber wieder wegmachst.“

Ungeachtet der Worte trottet Izifu zu seiner Mutter und zeigt auf seine Nase.

Mama, ich hab mir auf die Nase gehaun.“

Pimp muss schmunzeln.

Wie hast du das denn wieder gemacht?“

Izfu ist ein kleiner Tolpatsch und so ist Pimp nicht weiter verwundert.

Mit meiner Tatze, wie denn sonst?“

Ich meine, warum hast du dir auf die kleine Schnauze gehauen?“

Pimp muss immer noch schmunzeln, versucht es aber irgendwie vor Izifu zu verbergen.

Da war ein Tier und das wollte mich nicht in ruhe lassen, da hab ich versucht es zu vertreiben.“

Pimp, die immer darauf versucht mit den anderen Tieren friedlich zusammen zu leben und nichts unnötiges unternimmt um anderen Tieren zu schaden, ist das Schmunzeln vergangen. So etwas hat sie von ihrem Sohn eigentlich nicht erwartet.

Warum wolltest du das Tier den vertreiben?“

Ich wollte auf der Lichtung schlafen und das Tier hat mich genervt.“

Pimp beugt sich zu ihren Izifu runter und spricht mit ruhiger, aber auch eindringlicher Stimme zu ihrem Sohn.

Izifu, du hättest das Tier verletzen können, oder noch schlimmeres mit ihm anstellen können. Willst du das nur wegen deinem Schlaf wirklich tun? Woher soll das Tier denn wissen ob du schlafen möchtest oder nicht?“

Ich hab es ihm gesagt.“

Hör mal mein kleiner Izifu, jedes Tier will sich auch mal ausruhen und wenn es nur ein kleines Tier ist, tut es dir doch nicht weh. Na ja, außer du haust dir selber auf die Schnauze, bei dem Versuch es zu vertreiben. Was war es denn für ein Tier?“

Es war klein, rot und hatte schwarze Punkte auf dem Rücken.“

Izifu, was du da beschreibst ist doch nur ein Marienkäfer und der kann dir wirklich nichts tun. Du müsstest dir nur einen anderen Platz auf der Lichtung suchen und dann kannst du auch schlafen.“

Beruhigend legt Pimp ihre große Tatze auf Izifus Kopf, und hofft das Izifu alles verstanden hat.

Ich geh jetzt wieder Mama.“

Mach das mein kleiner Izifu. Und schlaf schön.“

Danke, aber erstmal muss ich mich bei dem Marienkäfer entschuldigen und dann einen anderen Platz für mich finden.“

Beruhigt dreht Pimp sich wieder von ihrem Sohn weg. Izifu hat also verstanden was sie ihm erklären wollte.

Kleiner Marienkäfer!“

Mit lauter Stimme schreit Izifu nach dem Tier, dass ihn vorhin noch so nervte. Kein Marienkäfer weit und breit, das Rufen ist umsonst. Wieder legt Izifu sich hin und wieder schließt er die Augen und wird von einem kleinen Tier auf seiner Schnauze gestört. Anstatt sich nun auf zu regen und mit der Tatze nach dem Tier zu schlagen atmet Izifu ruhig weiter. Wenig später ist das Tier verschwunden und Izifu beginnt zu träumen.

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